Stoßwellentherapie · Wien 1. Bezirk

Stoßwellentherapie Wien: Wirkung, Anwendungsgebiete und Formen verständlich erklärt

Antwort in einem Satz

Die Stoßwellentherapie (ESWT) ist ein nicht-invasives, ambulantes Verfahren, das energiereiche Schallwellen nutzt, um bei Sehnen-, Muskel- und Knochenbeschwerden Durchblutung und Heilung anzuregen und Schmerzen zu lindern – ohne Operation und ohne Narkose.

Wir wissen aus der täglichen Arbeit in unserer Ordination, wie zermürbend chronische Schmerzen sind. Deshalb setzen wir auf modernste, wissenschaftlich belegte Stoßwellen-Technologie (Storz Medical Duolith), die genau dort ansetzt, wo der Schmerz entsteht – damit Sie schnell wieder voll im Leben stehen. Bereits über 5.000 durchgeführte Stoßwellen-Behandlungen zeigen: Unsere Patient:innen kommen wieder schmerzfrei durch den Alltag.

Ärztliche Stoßwellenbehandlung am Rücken

Was ist eine Stoßwellentherapie?

Die Stoßwellentherapie ist ein nicht-invasives Behandlungsverfahren, bei dem energiereiche Schallwellen von außen in den Körper geleitet werden, um Heilungsprozesse an Sehnen, Muskeln und Knochen anzuregen. Sie kommt ohne Operation und ohne Narkose aus.

Bei der Stoßwellentherapie macht sich die Medizin die Eigenschaften von Stoßwellen und ihrer Ausbreitung im Körper zunutze. Erstmals wurde das Verfahren in den 1960er-Jahren zur Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt – die Wellen wurden außerhalb des Körpers erzeugt und in den Körper eingebracht, daher der Name extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT).

Zufällig fiel auf, dass sich nach einer Behandlung auch am Knochen Veränderungen zeigten. Daraus entstand die Erkenntnis, dass Stoßwellen nicht nur mechanisch wirken, sondern auch zellbiologische, wachstumsstimulierende Prozesse anstoßen. Seit den späten 1980er-Jahren wird die Stoßwelle deshalb gezielt am Bewegungsapparat eingesetzt. Heute ist sie aus der modernen Orthopädie zur Behandlung von Schmerz-, Überlastungs- und Entzündungszuständen nicht mehr wegzudenken.

Was sind Stoßwellen eigentlich?

Stoßwellen sind energiereiche akustische Wellen, die den Ultraschallwellen ähneln, sich aber durch ein besonderes Ausbreitungsmuster, hohe Geschwindigkeit und sehr hohe Druckwerte auszeichnen. In der Natur entstehen sie bei explosionsartigen Vorgängen – etwa bei einem Blitzeinschlag. Medizinisch erzeugt werden sie elektromagnetisch, piezoelektrisch oder elektrohydraulisch und im Gerät so gebündelt, dass sie im Zielgewebe wirken.

Stoßwellenbehandlung an der Schulter

Wie wirkt die Stoßwellentherapie?

Kurz

Stoßwellen erweitern Blutgefäße, steigern die Durchblutung, stimulieren Wachstumsfaktoren und Stammzellen und fördern den Lymphabfluss. Das Ergebnis ist ein entzündungshemmender, geweberegenerierender und schmerzlindernder Effekt.

Neben der rein mechanischen Wirkung – die bei Nierensteinen genutzt wird – lösen Stoßwellen am Bewegungsapparat eine Reihe biologischer Reaktionen aus. Botenstoffe und Zellen, die eine Entzündung antreiben, werden reduziert und schneller abtransportiert. Durch die Aktivierung von Wachstumsfaktoren erneuert sich das Gewebe, der Stoffwechsel wird angeregt.

Zusätzlich werden direkt schmerzlindernde Mechanismen diskutiert: Die Therapie kann Neurotransmitter unterdrücken, die Schmerz- und Entzündungsreize setzen, und so die Weiterleitung von Schmerzsignalen über die Nervenbahnen dämpfen.

Gegen welche Beschwerden hilft die Stoßwelle und wer ist geeignet?

Zu den am häufigsten behandelten Krankheitsbildern zählen Erkrankungen der Sehnenansätze (Enthesiopathien), des Knochens und der Schleimbeutel. Eine Übersicht nach Körperregion, wie: Schulter, Knie, Ellenbogen, Fuß, Hüfte, Sehnen, Arthrose und Wirbelsäule, finden Sie auf unserer Symptom-Seite.

Fersensporn / Plantarfasziitis

Entzündung der Fußsohlen-Faszie.

Kalkschulter (Tendinitis calcarea)

Kalkablagerung an der Rotatorenmanschette.

Nach Operationen & Wundheilung

Unterstützt die Wundheilung nach einer Operation, fördert die Durchblutung und verbessert die Sauerstoffversorgung im verletzten Gewebe.

Rückenbeschwerden

Chronische Verspannungen, Myogelosen, Triggerpunkte oder Schmerzen im Lendenwirbelbereich: Die Stoßwelle regt die Durchblutung an, lockert verhärtetes Gewebe und reduziert Schmerzen.

Patellaspitzensyndrom

„Jumper's Knee" – Reizung der Kniescheibensehne.

Tennisarm & Golferellenbogen

Epicondylitis am Ellenbogen.

Achillessehnenbeschwerden

Achillodynie – Reizung der Achillessehne.

Pes-anserinus-Syndrom

Reizung an der Knieinnenseite.

Schleimbeutelentzündungen

Bursitis an Schulter und Knie.

Knochenmarködeme & Pseudoarthrosen

Verzögerte Knochenheilung.

Die hier genannten Beschwerdebilder gehören zu den häufigsten, die wir in unserer Wiener Ordination regelmäßig behandeln. Das Einsatzspektrum der Stoßwellentherapie reicht jedoch deutlich weiter. Gerne klären wir gemeinsam mit Ihnen ab, ob Ihre Beschwerden für eine Behandlung geeignet sind.

Wer ist für eine Stoßwellentherapie geeignet?

Grundsätzlich kann die Stoßwelle bei allen genannten Beschwerdebildern eingesetzt werden – meist als Teil eines individuell zusammengestellten Behandlungsplans.

In folgenden Fällen sollte keine Behandlung erfolgen (Kontraindikationen):

Zufriedene Patient:innen nach erfolgreicher Stoßwellentherapie
  • Schwangerschaft
  • Blutgerinnungsstörung oder Einnahme blutverdünnender Medikamente
  • Alter unter 18 Jahren (mit wenigen Ausnahmen)
  • Bekannte Tumorerkrankung im Behandlungsgebiet
  • Virale oder bakterielle Infektion im Behandlungsgebiet
  • Vorliegen eines Sehneneinrisses
  • Behandlung im Bereich der Lunge

Ob die Stoßwelle für Sie geeignet ist, klärt eine ärztliche Untersuchung. Termin buchen

Radiale oder fokussierte Stoßwelle? Der Vergleich

Kurz: Die radiale Stoßwelle wirkt oberflächlich und muskelentspannend, die fokussierte dringt gebündelt in die Tiefe und ist der Standard bei Sehnenansatz- und Knochenbeschwerden. Welche Form sinnvoll ist, entscheidet der Facharzt nach der Diagnose.

Man unterscheidet zwei Formen. Die radiale Stoßwelle breitet sich oberflächlich, halbkreisförmig aus und wirkt eher massageähnlich. Die fokussierte Stoßwelle wird gebündelt und dringt mit hohem Druck tief ins Gewebe ein – die klassische Form in der Orthopädie.

Vergleich der Eindringtiefe: fokussierte und radiale Stoßwelle im Gewebe
MerkmalRadiale StoßwelleFokussierte Stoßwelle
EindringtiefeOberflächlichTief, gezielt gebündelt
HauptwirkungMuskelentspannung, TriggerpunkteSehnenansätze, Knochen, tiefe Strukturen
Typische AnwendungVerspannungen, MuskeltonusKalkschulter, Fersensporn, Pseudoarthrose
EnergielevelNieder- bis mittelenergetischNieder- bis hochenergetisch

Wie erfolgreich ist die Behandlung?

Erfolgschancen

Bei Plantarfasziitis (Fersensporn) und Kalkschulter liegen die Erfolgschancen bei über 80 %. Die biologischen Effekte der Stoßwelle sind in zahlreichen Studien belegt.

Wie gut und schnell die Behandlung anschlägt, ist individuell unterschiedlich und hängt von Art und Ausprägung der Erkrankung ab. Dennoch zeigen unsere langjährige Erfahrung sowie das umfangreiche Feedback unserer Patienten, dass die Erfolgschancen einer deutlichen Schmerzlinderung und einer erfolgreichen Heilung sehr hoch sind. Die Stoßwellentherapie ist eine gut etablierte, schonende und nebenwirkungsarme Methode, die invasiveren Verfahren häufig vorgezogen werden kann.

Machen Sie den ersten Schritt zurück in ein schmerzfreies Leben – wir begleiten Sie persönlich, kompetent und mit modernster Technologie.

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Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?

Die Stoßwellentherapie ist bei korrekter Anwendung nebenwirkungsarm: Mögliche Folgen sind vorübergehende Rötungen, Schwellungen oder kleine Blutergüsse, die innerhalb weniger Tage von selbst abheilen und keine Behandlung benötigen. Schwere Komplikationen sind bei fachgerechter Durchführung nicht zu erwarten, was ein wesentlicher Vorteil gegenüber operativen Eingriffen ist.

Richtig angewendet ist die Stoßwellentherapie schonend und nebenwirkungsarm. In manchen Fällen können am behandelten Areal Blutergüsse, Schwellungen oder Rötungen auftreten, gelegentlich kleine Hauteinblutungen. Diese heilen in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst ab und bedürfen keiner Therapie.

Ist die Behandlung während der Sitzung unangenehm, helfen ein Schmerzmittel vor Beginn oder ein lokales Betäubungsmittel. Wichtig: In keinem Fall sollten die Beschwerden durch die Therapie dauerhaft zunehmen – dann wird die Behandlung angepasst oder abgebrochen.

Alle Details zu Kosten und Behandlungsablauf finden Sie auf unserer Seite Kosten & Ablauf.

Häufige Fragen

Stoßwellentherapie – häufige Fragen

Wie schnell wirkt die Stoßwellentherapie?

Eine erste Schmerzlinderung tritt oft schon 1–2 Stunden nach der Behandlung ein; der nachhaltige Effekt der Geweberegeneration zeigt sich nach 4–6 Wochen. Gelegentlich kommt es zuerst zu einer kurzen Erstverschlechterung – ein normales Zeichen der einsetzenden Heilung.

Ist die Stoßwellentherapie schmerzhaft?

Die Behandlung kann als unangenehm empfunden werden, ist aber gut steuerbar: Wir passen die Energie an Ihr Empfinden an; bei Bedarf helfen ein Schmerzmittel vor der Sitzung oder ein lokales Betäubungsmittel. Die ersten Durchgänge sind erfahrungsgemäß am intensivsten.

Wie viele Sitzungen sind nötig?

In der Regel 2–5 Sitzungen zu je 15–20 Minuten. Nach 2–3 Terminen beurteilen wir den Fortschritt gemeinsam und passen den Plan an. In keinem Fall sollten die Schmerzen durch die Therapie dauerhaft zunehmen.

Für wen ist die Stoßwellentherapie nicht geeignet?

Nicht behandelt wird bei Schwangerschaft, Blutgerinnungsstörungen bzw. Blutverdünnern, unter 18 Jahren (mit Ausnahmen), Tumor oder Infektion im Behandlungsgebiet, Sehneneinriss sowie im Lungenbereich. Ob die Therapie für Sie infrage kommt, klären wir in der ärztlichen Untersuchung.

Muss ich mich nach der Behandlung schonen?

Nein – Sie können sofort wieder Ihrem Alltag nachgehen. Die Behandlung erfolgt ambulant, eine spezielle Vor- oder Nachbereitung ist nicht notwendig. Schonung ist höchstens im Rahmen der Grunderkrankung ratsam.

Wer darf eine Stoßwellentherapie durchführen?

Indikationsstellung und Durchführung sind ärztliche Leistungen. In unserer Ordination führt sie OA Dr. El Marto, Doppelfacharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, persönlich durch – nicht Assistenzpersonal.

Quellen & weiterführende Informationen

  1. Deutsche Gesellschaft für Extrakorporale Stoßwellentherapie (DIGEST) – Leitlinien zur ESWT am Bewegungsapparat.
  2. International Society for Medical Shockwave Treatment (ISMST) – Consensus Statements & Indikationen.
  3. Storz Medical AG – Technische Grundlagen der fokussierten und radialen Stoßwelle (Gerät: Duolith).
  4. Schmitz C. et al.: „Efficacy and safety of extracorporeal shock wave therapy for orthopedic conditions", British Medical Bulletin (2015).